Grußwort von Weihbischof König

25 Jahr MissionarIn auf Zeit

Grußwort von Weihbischof Matthias König

Seit vielen Jahren sendet unser Erzbistum Paderborn jährlich eine immer größer werdende Gruppe von jungen Frauen und Männern aus, die als Missionare auf Zeit in Lateinamerika, Afrika oder Asien für ein Jahr mitarbeiten. Im Jahr 2006 waren es rund 50 junge Menschen. Mich erreichen bald per E-Mail oder Post viele Berichte und Briefe dieser jungen Leute, die, nach einer Phase der Eingewöhnung, durchweg begeistert über ihren Einsatz unter den Ärmsten der Armen berichten. Für viele junge Menschen ist nach der Schulzeit oder der Ausbildung dieses Jahr als MaZ ein ganz wichtiges Jahr ihres Lebens geworden. Noch in diesen Tagen habe ich einen Brief von einem jungen Mann gelesen, der all das Elend in Brasilien schilderte, aber dann auch von seiner Hoffnung berichtete, die fest im Glauben begründet ist. Diesen Glauben erfährt er dort als große Stütze und Halt; seine Ausführungen mündeten in dem Satz: „Ich habe Gott gefunden.“ Nicht bei jedem Missionar/jeder Missionarin auf Zeit wird es solch eine eindeutige Hinwendung zum Glauben geben. Doch berichten die jungen Leute, dass gerade auch die kirchliche Ausrichtung ihrer Projekte ihnen gut getan hat. Ich selber bin immer wieder beeindruckt von der guten Vorbereitung, die die verschiedenen Ordensgemeinschaften für diese jungen Leute anbieten. Wer sie durchläuft – und teilweise erfordert das einen großen Zeit- und Energieaufwand – geht gut gerüstet hinaus in die Welt. Ich danke darum ganz herzlich allen, die sich für dieses Projekt MaZ einsetzen und den jungen Leuten so viel Zurüstung geben, dass viele von ihnen sagen: „Dieses Jahr als Missionar/ Missionarin auf Zeit war das wichtigste Jahr in meinem bisherigen Leben.“ Die Kirche in Deutschland kann von diesen Menschen, die mit Begeisterung wiederkommen, vieles lernen. Darum wünsche ich, dass die Aktion „Missionar auf Zeit“ noch eine lange und gute Zukunft hat.

Mit herzlichen Segenswünschen aus Paderborn
+ Matthias König

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